Frankfurt, 2016

Einladungs-
wettbewerb Tower 90

Auslober
GSP GmbH Berlin, ABG Frankfurt Holding GmbH, Frankfurt

Kategorie
Wettbewerb

Zeitraum
Januar - März 2016

Der Tower 90 soll die Haltung einer urbanen Stadtgesellschaft im 21. Jahrhundert wider­spiegeln. Ökologisches Bewusstsein und hedonistische Lebensart als die wichtigen aktuellen Trends der europäischen Stadtbevölkerung geben dem Tower 90 seine inhaltliche Ausrichtung und seine gestalterische Idee.
Der Tower 90 ist als NEARL Y ZERO ENERGY BUILDING konzipiert und nimmt damit den Energiestandard der EU-Gebäuderichtlinie (2010/31/EU} für das Jahr 2020 vorweg.
Die Qualität der Grundrisse in Hochhäusern wird massgeblich durch die Grösse und Art der Freisitze definiert. Der Tower 90 erhält eine Wintergartenfassade als klimatischen Puffer. Dieser „Zwischenraum" dient als vertikales Gewächshaus und damit den einzelnen Wohnungen als grüner Filter, der unterschiedlich mit Vegetation bespielt wird (z.B. urban gardening, city-trees}.
Die nicht beheizten Wintergärten erhöhen den Komfort durch die ganzjährige Nutzbarkeit und tragen nebenbei dem erhöhten Schallschutz gegenüber dem Verkehrslärm Rechnung.
Die äussere Fassade lebt von der Transparenz, aber auch durch das Wechselspiel der drehbaren Vertikallamellen der Fassade. Verstärkt wird die kristallin-flimmernde Erscheinung des Tower 90 durch transparente Photovoltaik-Paneele. Wie ein gläsernes Gewand legt sich diese Fassade um die eigentliche thermische Gebäudehülle, die aus einer Leichtbaufassade mit großformatigen Alu-Fenstern und einer weissen Biofaser-Hartfaserplatte besteht.

BGF 26.500m2
BRI 60.000m3

Die Wohnungsgrundrisse organisieren sich um einen sehr kompakten Kern und lassen durch die gewählte Stützen-Konstruktion eine flexible Grundrissbildung zu.
Die beiden Bauteile des Blockrandes haben gegenüber dem Tower 90 eine architektonisch eigenständige Erscheinung. Sie fügen sich mit der Lochfassadenstruktur in das Bild der Nachbarbauten ein.
Die Fassaden zeigen einheitliche Fensterformate in stark reliefierten Bauteilen, wie Erkern, Loggien und Vorbauten. Der zweigeschossige Sockel wird mit robusten vorgehängten Weissbetonplatten versehen. In den Obergeschossen kommt eine hochwärmegedämmte Putzfassade zur Ausführung. Fensterbänke und Gesimse sind ebenfalls in Weissbeton­Fertigteilen geplant. Die dreifachisolierten Holz-Alu-Fenster tragen den Passivhausanforderungen Rechnung. Beide Gebäudeteile schliessen höhenmässig an die geplanten Brandwände der Nachbarbebauung direkt an und geben den beiden Innenhöfen den räumlichen Abschluss.